Author Archives: Peter Gössel

AmericaN-ST auf der 6. US-Convention in Rodgau 2017

Dieses Wochenende war die sechste US-Convention in Rodgau und wir (Claus, Marc und ich mit Unterstützung von Simone) waren zur Teilnahme eingeladen. Der Veranstalter hatte aus mehreren Aufbaualternativen unseres Modulbestands wenig überraschend ein Oval ausgesucht und in der zentralen Halle recht prominent platziert. Da hieß es natürlich, die notwendigen Kurvenmodule zu bauen, worüber hier ja schon berichtet wurde und die vorhandenen Module zu ergänzen und zu verbessern. Claus hatte ein Durchführungsmodul zu einem versteckten Schattenbahnhof im Inneren des Ovals gebaut und den Durchstich durch die Rückwand geschickt mit einer Brücke kaschiert, eine Szene, die später zu einem beliebten Fotomotiv wurde.

Für uns von der ST-Gruppe war eine solche, öffentliche Anlagenpräsentation etwas Neues. Obwohl man selber oft genug Besucher war, stellt sich manches aus der Ausstellersicht doch wieder ganz anders dar. Die „Profis“ stecken viel mehr Arbeit in eine ansprechende Rundumgestaltung des Stands, was wir vielleicht etwas stiefmütterlich behandelt haben. Und dann ist es so, dass manche Besucher nur hingucken, wenn sich etwas bewegt und sind mehr interessiert, wie lang ein Zug sein kann. Das Fremo-Betriebskonzept mit Wagenkarten und Frachtzetteln verlangt etwas tieferen Einstieg ins Thema und wir hatten viele  Gespräche mit Neugierigen, die verblüfft waren, mit wie geringer Anlagentiefe sich doch ein ernsthafter Modellbahnbetrieb herstellen läßt.

Trotz einer gewissen Beschränkung zeigten wir zwei Stränge von je 5,20 Meter Länge, die auf einer Seite Szenen aus Trois-Rivières in Kanada und auf der anderen aus Springfield, der Heimatstadt der Simpsons, zeigten, wobei Claus das fiktive Springfield am Golf von Mexico platziert hat. Die Verbindungskurven wiederum orientierten sich an Orten im Bundesstaat Washington. Dementsprechend lautete unser Anlagentitel „North 2 South“. Ein älterer, nicht realisierter Plan unter dem Titel „Florida Switching“ geisterte aber immer noch durch die Unterlagen der Convention…

Der Austausch mit Besuchern über die Wirkung war großartig und wir würden uns freuen, wenn wir etwas für das Hobby promoten konnten. Großen Anklang fand, dass wir den Besuchern angeboten haben, auch mal etwas mit den Fremo-Reglern zu rangieren. Jede Sorge stellte sich als unbegründet heraus, denn die neuen Mitspieler war durchweg sehr vorsichtig. Hier ein paar Impressionen von der Veranstaltung:

Der letzte ruhige Moment vor dem Ansturm

 

Viele Besucher, viele Fragen. Alle Anlagenbauer im Gespräch, aber ein Besucher hält einen Zug am Laufen. (Foto: Dirk Warwel)

 

Marc hatte seine Seite durch ein Modul mit Bahnübergang ergänzt

 

Am anderen Ende steht ein handbemalter Reefer

 

Schilder, Signale, Masten und Lampen sind wichtige Details

 

Bahnübergang auf einem der Kurvenmodule

 

Vorbei gehts an verfallenen Gebäuden …

 

alten Fabriken …

 

und auch durch das eine oder andere Wäldchen, …

 

in dem sich auch mal eine Ladestelle versteckte

 

Nach der Ausfahrt aus dem Schattenbahnhof ging es über Claus‘ neue Florida Bridge,

 

auf der unser Rollmaterial gut zur Geltung kam.

 

Ach ja, falls es jemand wissen möchte: Der längste verkehrende Zug hatte 40 Wagen. Erstaunlicherweise zog ihn das Lokpärchen auch durch die beiden engen Kurvenstücke mit ihren 40cm Radius.

AmericaN-Treffen in Schenefeld mit neuem ST-Modul

Auf dem Schenefelder Fahrtreffen wurde erstmals das neue ST-Modul XCel Feeds gezeigt. Zentrum ist ein Laserbausatz nach einer Firma in Tacoma/Washington, der dem Vorbild angepasst wurde und im Grundriss nun dem schiefwinkligen Gleisverlauf folgt. Als Besonderheit bei der Modulplanung ist das Gebäude nicht als Hintergrundkulisse ausgeführt, sondern vor den Gleisen platziert. Dafür wurde die Modulplatte nach vorne von 18 cm auf 36 cm verbreitert und der Übergang erfolgt mit Viertelkreisen, was unten auf der Aufsicht gut zu erkennen ist. Das Gebäudeenssemble kommt damit gut zur Geltung, ein Abkuppeln der Wagen auf der Rückseite ist aber natürlich etwas tricky. Das Modell ist vorne leicht genug, um das Modul, das wie gewohnt links und rechts an den Modulübergängen seine Beine hat, nicht zum Kippen zu bringen. Um den Gleisplan funktional zu machen, ist rechts ein Doppelgleisanschluß, an den ein passendes Modul wie etwa die Heidelberg Brewing Co. zu setzen ist.

XCEL_vorne_Detail_klein

Aufsicht_klein

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Fremo-Treffen in Kolding 2015

Beim AmericaN-Arrangement in Kolding waren auch wieder TT-Module vertreten. Marc hatte erstmals seinen neuen Kruger Yard mitgebracht, absolut vorbildgetreu im Gleisplan. Die Module nach Tacoma-Vorbild waren etwas weiter detailliert und nun auch begrünt, so dass sich eine schöne Branchline an Whitehall anschloß. Mit dem neuen Übergangsmodul AmericaN- auf TT und der darauf befindlichen Atlas Foundry gibt es ein neues Teilstück, das in vielen verschiedenen Epochen verwendet werden kann.

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Die Gestaltung der Frontplatte

Es würde zu weit führen, die Gestaltung der Frontplatte in die Norm zu übernehmen, aber die bisherigen Lösungen können wir immerhin kommunizieren:

Als Knöpfe für die Weichenstellhebel kommen Holzkugeln mit 15mm Durchmesser zum Einsatz. Dies gibt es im Hobbybedarf schon mit Bohrung, um sie auf die Stellstangen zu stecken.

Da die Kugelform nicht ganz optimal zum Greifen ist, habe ich diese rückseitig etwas abgedrechselt, was schnell gemacht ist, vorausgesetzt, das richtige Werkzeug ist zur Hand:

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Um Mitspielern die Orientierung zu erleichtern, kann der Name der jeweiligen Betriebsstelle mit Plotterschnittbuchstaben auf die Frontplatte geklebt werden. Da die Schriftzüge von den Werbetechnikfirmen immer als Ganzes im Stück geliefert werden, ist das Bekleben der Frontplatte kein Problem. Auf dem Holzuntergrund ist dazu ein weicher Rakel empfehlenswert. Bei den schon realisierten Beschriftungen wurde als Schrift die Frutus T Regular mit 42 Punkt verwendet, das ist eine abgewandelte Frutiger. Diese wird als Outline-Datei umgewandelt und kann dann von jeder Beschriftungsfirma, die einen Schneideplotter hat, auf matt schwarzer Folie ausgeschnitten, entgittert und auf Trägerfolie montiert werden. Wer auch so eine Beschriftung haben möchte: Einfach ein mail an mich (Peter Gössel) schreiben. Ich erstelle dann die notwendige Outline-Datei zur Weitergabe an den Plotterschneider.

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Sidings

Es zeigt sich, dass viele Modulbauer gerne längere Ausweichgleise haben möchten, die über mehr als 1 Modul laufen. Dies ist für das Rangieren auch sinnvoll, denn ein Zug mit 9 bis 10 Wagen ist je nach Wagentyp etwa 1,10 Meter lang – wenn nicht mehr – und das ist länger, als auf einem Modul unterzubringen ist. Damit bei gemeinsamen Arrangements nicht zu große, vom einzelnen Erbauer definierte Modulgruppen als untrennbar erscheinen, möchten wir den Gleisabstand und die Gleislage bei Ausweichstellen einheitlich vorschlagen. Dabei werden die Gleisabstände von AmericaN übernommen mit 31,75 mm von Gleismitte zu Gleismitte. Das vordere Gleis der siding hat den Mittenabstand von 95 mm zur Modulvorderkante, das hintere gerundet 127 mm.